~ I have left my heart in so many places ~
Das
angesprochene Sportfest liegt nun auch schon zwei Wochen zurück. Ähnlich wie
Jugend trainiert für Olympia treten hierbei die Schulen eines Stadtgebietes
gegeneinander in den Disziplinen Mannschaftssportarten (Fußball, Basketball,
Volleyball) und Leichtathletik ( Läufe über Kurz- und Langstrecken, Weitsprung,
Kugelstoßen und Staffellauf) an.
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| Aufwärmen vor dem Training |
Meine
Schule bestritt an den ersten zwei Tagen einige Fußballspiele. Die Woche vor
diesem Wettkampf wurde täglich trainiert und die besten Spieler der Klasse 4-6
ausgewählt. Anders als aus deutschen Verhältnissen gewohnt, gab es keinen
festen Zeitplan oder eine geordnete Reihenfolge, nach der sich der Tagesplan
richtete. Es wurde einfach begonnen zu spielen, sobald zwei Mannschaften bereit
waren. So kam es vor, dass es lange Wartepausen gab oder plötzlich Stress
geschoben wurde, da das nächste Spiel doch schon in fünf Minuten stattfand. Die
Stimmung war jedenfalls einmalig. Die ganze Schule feuerte ihr Team an und
feierte bei einem Sieg ihre Mannschaft wie nach dem Sieg der Weltmeisterschaft.
Es ist faszinierend, was für ein Gemeinschaftsgefühl die Schulen
vermitteln. Erschreckend ist jedoch, wie
einige Lehrer ihre Schüler zu pushen versuchen, indem sie mit einem Schlagstock
hinter ihnen herrennen oder sie teilweise sogar zum Ansporn schlagen.
| Das Fußballteam der Methodist Schulen |
| Eifrige Fans |
Die letzen zwei Tage wechselten wir dann die Lokation vom Fußballfeld in ein großes Leichtathletikstadion. Hier fanden die Leichtathletikwettkämpfe statt. Wie auch an den Vortagen gab es rund um das Feld Essensstände und viel Wasser zu kaufen, das auch dringend benötigt wurde. In prallster Sonne mussten einige Schüler 100, 200, 400 und 1500 Meter Läufe absolvieren. Alle Teilnehmer bekamen umsonst Wasser und die Rektorin bereitete ihnen täglich etwas zu Essen zu.
Alle
Sieger wurden mit einer Urkunde belohnt, die ich auch einmal überreichen durfte
J
Insgesamt hat mich das gesamte Sportfest sehr fasziniert, da alles ohne einen wirklichen Plan ( irgendwie typisch ghanaisch) trotzdem reibungslos abgelaufen ist, jeder seinen Spaß hatte und die Schüler eindeutig im Vordergrund standen (anwesend waren die meisten Lehrer meiner Schule jedenfalls nicht).
Insgesamt hat mich das gesamte Sportfest sehr fasziniert, da alles ohne einen wirklichen Plan ( irgendwie typisch ghanaisch) trotzdem reibungslos abgelaufen ist, jeder seinen Spaß hatte und die Schüler eindeutig im Vordergrund standen (anwesend waren die meisten Lehrer meiner Schule jedenfalls nicht).
Inzwischen
geht der normale Unterricht jedoch weiter, da die Abschlussexamen des ersten
Terms anstehen. Der Matheunterricht verläuft sehr gut und es macht mir sehr
viel Spaß meine Klasse zu unterrichten- ich habe alle Schüler liebgewonnen.
Auch der Sportunterricht zaubert mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht- egal ob
Klasse eins oder Klasse sechs, jede Klasse ist individuell und dementsprechend
anders zu unterrichten, doch diese Herausforderung ist sehr spannend. Meine 12
Nachhilfeschüler zeigen auch deutliche Fortschritte, was mich täglich erfreut.
Auch wenn es nur kleine Schritte sind, die sie gehen, jeder Schritt vorwärts
ist ein Schritt mehr in Richtung einer gesicherteren Zukunft!
Das
letze Wochenende wurde zum ersten Mal ein wenig Urlaub hier im Urlaub gemacht.
Unsre nun komplette WG besuchte den Strand Busua, ca. 3 Stunden entfernt.
Wunderschön zum Entspannen, die Sonne genießen und einfach mal aus der
teilweise doch sehr hektischen Stadt Cape Coast kommen.
Ganz
liebe Grüße aus dem immer heißer werdenden Ghana,
Eure
Lisl




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