Mittwoch, 26. Oktober 2016

~ It is better to see something ones than to hear about it thousand times ~

Die Zeit vergeht wie im Flug- inzwischen bin ich schon die achte Woche hier in Ghana und rückblickend kann ich sagen, dass diese zwei Monate mir gerade einmal vorkommen wie zwei Wochen. Es gibt so viel zu tun, wodurch meine Zeit, einen neuen Blogeintrag zu verfassen immer weniger wird. Außerdem ist der Schulalltag in vollem Gange, weshalb es weniger zu erzählen gibt. Dennoch unternehmen wir in unserer unterrichtsfreien Zeit viele Ausflüge, um das Land und die ghanaische Kultur immer weiter kennenzulernen.
Nicht nur die Landschaft, auch die örtlichen Krankenhäuser habe ich in den letzen Wochen genauer unter die Lupe genommen. Es gibt sehr viele öffentliche Krankenhäuser hier in Cape Coast, die allen Einheimischen eine relativ billige und schnelle Behandlung ermöglicht. Nachdem ich jedoch keinen Arzt in einem dieser öffentlichen Krankenhäuser vorfand und lediglich die Krankenschwester eine Diagnose stellte, beschloss ich mir liebe eine Privatklinik aufzusuchen. Hygiene wird überall großgeschrieben, der größte Unterschied zwischen den von mir besuchten Kliniken war hauptsächlich der Preis und das Vorhandensein von elektronischen Geräten. Während im öffentlichen Krankenhaus der Puls und Blutdruck von Hand und ohne jegliche Hilfe von Uhren etc. gemessen wurde, waren in der Privatklinik entsprechende Geräte dafür vorhanden. Auch die Patientenkartei wurde einmal nur schriftlich in Akten festgehalten, im anderen Krankenhaus wie aus Deutschland gewohnt im Computer abgespeichert. Ich hoffe in nächster Zeit nicht noch genauer das ghanaische Gesundheitssystem in Anspruch zu nehmen, auch wenn ich mich darin in keiner Weise unwohl gefühlt habe.

Dennoch blieb mir in der letzten Zeit auch etwas Freiraum um einen naheliegenden Teil des Regenwaldes zu erkunden, und ich muss sagen, das Grün das hier herrscht ist im Gegensatz zu dem Grün des deutschen Frühlings um Meilen intensiver.


Auch die Universität haben wir in der Zwischenzeit mal besucht. Cape Coast ist die zweitgrößte Studentenstadt Ghanas, was uns bisher eigentlich nicht aufgefallen war, bis zu dem Zeitpunkt, als man die riiiiiiiesen Anlage zum ersten Mal betreten hat. Ähnlich einem Schloßpark mit 7 Wohnheimen und unzähligen Vorlesesälen, zwischen denen man mit einem Taxi pendeln muss, da die Anlage so groß ist, ist die UCC (University of Cape Coast) aufgebaut. Mir erschien das Gelände, als ob es eine eigene Stadt sei, eine Stadt mit eigenen Läden, eigenen Friseursalons, eigener Sportanlage und so weiter….
Eines der vielen Studentenwohnheime


Aussicht aus einem Vorlesungssaal


Desweiteren habe ich Bekanntschaft mit ein paar Krokodilen geschlossen, die ganz in unserer Nähe in einem See leben. Was ein Ereignis direkt neben sich sonnenden Krokodilen zu stehen!
Unser ViA-Crew Gruppentreffen fand in der Zwischenzeit auch statt- eine gemütliche Runde am Kosa Beach, die trotz schlechtem Wetter (komischerweise ist das Wetter am Wochenende immer regnerisch) sehr schön war, da jeder etwas interessantes aus der Einsatzstelle oder andere Erfahrungen preisgeben konnte.





Soooo, nach einem doch sehr lang geratenen Eintrag versuche ich mich nun wieder öfter ranzusetzen und euch auf dem Laufenden zu halten. Diese Woche findet ein großes Sportfest (ähnlich Jugend trainiert für Olympia) statt, von dem ich nächstes Mal berichte. Zudem zieht am Montag unsre vierte Mitbewohnerin Katharina ein, auf die wir alle sehr gespannt sind.
Bis dann,

eure Lisa




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