Wahnsinnig!
So viele neue Eindrücke haben mich in den letzen Tagen
überflutet. Mein Flug von Frankfurt nach Dubai, der siebenstündige Aufenthalt
am Flughafen Dubai und der Weiterflug von Dubai nach Accra war der Beginn eines
ganz neuen Abenteuers. Die riesigen Flugmaschinen Boeing 777 und Airbus A380
brachten uns, das heißt Rebecca, meine Mitbewohnerin, Laurenz und Paavo,
Mitfreiwillige und mich, sicher nach Accra. Am Flughafen in Ghana lernten wir
sofort unsere zuständige Koordinatorin Emma kennen. Trotz starker Müdigkeit
schauten wir Vier auf der dreistündigen Fahrt von Accra nach Cape Coast alle
gespannt aus den Fenstern unseres Pickups. Überall sahen wir an den
Straßenrändern kleine Verkaufsstände die alles verkaufen, was man in
Deutschland auch finden würde. Egal ob Autoreifen, Zahnbürsten, Essen,
Matratzen, Möbel, Wasser, Handys und Handykarten oder Stoffe, you can all buy
it on the street.
In Cape Coast wartete uns eine Zwischenwohnung, direkt in
Emmas Haus, in der uns die erste Willkommensmahlzeit überreicht wurde- Reis mit
scharfer Tomatensoße und Hähnchen. Dieses Gericht haben wir in den ersten fünf
Tagen täglich zu uns genommen und ich muss sagen, ich gewöhne mich mehr und
mehr an die Schärfe.
Oh nein!
Nach den ersten unglaublichen Eindrücken der Stadt Cape
Coast und den Menschen in unserer Umgebung kamen einige Hürden auf uns zu: die
Toilette in unserer Zwischenwohnung funktionierte nur schwer, was die Hygiene
zunehmend belastete, die Dusche konnte man nur abends nutzen, wenn überhaupt
Wasser aus der Leitung kam und vor allem die ghanaische Gelassenheit, die wir
in den ersten Tagen antrafen, war für mich schwer zu verstehen und damit
umzugehen. Die deutsche Pünktlichkeit muss ich nun für ein Jahr vergessen und
mich an die ghanaischen Zeitregeln gewöhnen. Viel Wartezeit und somit Zeit
Dinge zu beobachten und zu erkunden kommen auf mich zu.
Doch der größte Schock war dann eine Überschwemmung in
unserer Zwischenwohnung, die meine beiden Handys überflutete, all unsere
Klamotten und Unterlagen triefen lies und erst nach einer Stunde Wasser
schöpfen endlich behoben war. Tja so waren auf einen Schlag all meine
Verbindungen nach Deutschland zerstört. Da die Luftfeuchtigkeit derzeit sehr
hoch ist, sind unsere Klamotten und Bücher immer noch dabei zu trocknen…Die
Regenzeit hält noch mindestens diesen Monat an. Das Grundnahrungsmittel Reis
muss bei mir derzeit als Handytrockner herhalten, und ich hoffe ich kann bald
wieder auf eines der Handys zurückgreifen, sodass Rebecca ihr Altes wieder
nutzen kannJ
We will see!
Die
Schule beginnt erst am 13. September, sodass mir genügend Zeit bleibt, die
Umgebung und Stadt zu erkunden. Nach fünf Tagen Zwischenwohnung konnten wir auf
den 1. September endlich in unsere eigene WG ziehen. Die Wohnung ist Teil eines
komplett neuen Hauses, das in einer weiträumigen Gegend mit weiteren größeren
und schickeren Häusern steht. Es hat zwei Stockwerke, wobei wir unsere Wohnung
im Oberen besitzen. Wir konnten unseren Augen nicht trauen, dass wir in dieses
Haus ziehen werden, da es deutsche Standards teilweise sogar übertrifft. Wir
wohnen hier ab nächste Woche zu dritt und ab Oktober zu viert. Jeder hat sein
eigenes Zimmer, es gibt ein Bad und eine große Küche. Wir sind gerade dabei
alles einzurichten und die Wohnung mit Möbeln auszustatten.
Dieser Umzug hat meine Motivation auf das Abenteuer Ghana
deutlich geweckt. Die ersten Rückschläge sind fast vergessen und ich blicke
jetzt deutlich positiver auf die nächsten 360 Tage!





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